In the late 1980s, I had the opportunity to work with Luigi Nono.
I remember miraculous lectures; during lunch breaks, he slept on his back in the monastery courtyard, in the shade of a tree.
In the fall of 2024, one hundred years after his birth and 34 years after his death, I jotted down a text, perhaps a spoken word composition.
“The Peregrine Falcon“ by the English author John Alec Baker (1926 – 1987) is considered a masterpiece of non-fiction literature of the twentieth century. In powerful poetry, he describes the life of two pairs of peregrine falcons in the south of England from the position of a keen observer. It is the story of an obsession, a transformation: within six months, Baker approaches the bird and gradually becomes an observant hunter, similar to the falcon, who learns to interpret nature. Birdwatching is not a technique of observation here, it is a way of life, perhaps an attitude to life – driven by the eager desire to understand by looking. For the reading with the two actresses Bettina Marugg and Caroline Scholz Ott, the composers Daniel Ott and Stephan Froleyks have developed music that accompanies and condenses the text. The two percussionists Arturo Portugal and Vera Seedorf play on instruments specially developed for this text and Baker’s world.
The premiere was on October 25, 2025 at the Theater im Ballsaal in Bonn. The next performances there of “Der Wanderfalke” are on November 29 and 30, 2024. In 2025, performances will follow at the FFT Düsseldorf and Pumpenhaus Münster. Photo: © Annika Ley
On a trip to South America in the last few weeks, I started a new drawing-musical project in my free daytime and during long nights, which deals with the five lines of our notation system. As wonderfully standardized and pre-printed as they are, you can write some things perfectly on them. But not others. And sometimes (e.g. with voices or instruments capable of glissando) five lines are music in themselves.
Or silent.
Better without need.
Better without a note.
Klang und Kreativität | ein Blick auf die Musik
Interview mit Prof. Stephan Froleyks | 2020
Gibt es gute und schlechte Musik? Die Antwort von Stephan Froleyks – Forscher, Schlagzeuger, Instrumentenerfinder, Professor und Dekan der Musikhochschule Münster – ist deutlich: „Musik ist immer etwas Persönliches – es gibt weder gute noch schlechte. Musik kann und darf alles.“ Aus seiner Sicht habe jedes Musikgenre seine Berechtigung. Wie sich die Genres in den vergangenen Jahren verändert haben und welche Rolle der Einsatz von Technik spielt, ist ebenfalls Thema des Gesprächs mit. Zudem geht es um die Entwicklung der Musikhochschule Münster, die seit 2004 ein eigener Fachbereich der WWU ist. Für Stephan Froleyks ein Modell, von dem die Musikstudierenden profitieren: „Das Berufsbild des Musikers wird immer komplexer und die Ausbildung kann gar nicht breit genug sein. Deswegen ermutigen wir unsere Studierenden auch zu einem Doppelstudium. Dank der Einbindung innerhalb der WWU mit ihren vielen unterschiedlichen Fachbereichen haben wir viele Vorteile gegenüber anderen Musikhochschulen.“ Für ihn sei dies auch einer der Gründe, warum der Fachbereich eine hohe Anzahl an internationalen Studierenden habe.
Einfach mal reinhören!
Seit der Mitte der 80er Jahre, nach einer langen künstlerischen und pädagogischen Arbeit mit „Schrottinstrumenten“, spiele ich regelmäßig mit neuen, eigenartigen Instrumenten, die oft an biografische Situationen anknüpfen und konzeptionell für bestimmte Projekte entwickelt wurden: Die Orgelpfeifen für die Flötenmaschine stammen aus der Dorfkirche des Nachbardorfs, den Messertisch bestücken Messer von Freunden aus aller Welt.
Mit den neuen Instrumenten arbeite ich zuerst improvisatorisch, später folgt eine Phase der Arbeit mit kompositorischen Skizzen. Diese Skizzen verselbständigen sich im Laufe der Zeit zu größeren musikalischen Gebilden mit einer präzise definierten Struktur. Live werden diese Vorarbeiten auf den Punkt gebracht: Instrument, musikalisches Bewusstsein und Physis generieren risikobewusst und in „Echtzeit“ höchst individuelle Resultate.